Traditionelle Bekleidung

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Traditionelle Bekleidung

Beitrag  Kirika am Fr 26 Dez 2008, 8:01 pm



Jimbei


Jimbei ist ein traditionelles japanisches Kleidungsstück, welches hauptsächlich von Männern und Kindern im Sommer
getragen wird. Jimbei-Garnituren bestehen aus einem Oberteil und einer dazugehörige, kurzen Hose. Ein traditionelles
Jimbei wird aus Hanf oder Baumwolle hergestellt und in einer einheitlichen Farbe, meist Blau oder Grün, gefärbt.
Das Oberteil ähnelt einer armlosen, bzw. kurzärmeligen Jacke, welche bis zu den Hüften reicht. Es wird entweder in oder
über der Jacke zusammengebunden. Traditionelle Jimbei werden häufig von Männern als Yukata-Ersatz auf Sommerfesten getragen. Heutzutage findet das Jimbei häufig Verwendung als Schlafanzug. Moderne Jimbei werden aus vielerlei Stoffen hergestellt und auch mit Mustern bedruckt. Diese Art von Jimbei beinhaltet eine kürzere Jacke, die an der Taille dehnbar ist.



Juunihitoe


Die Jūnihitoe  ist ein in besonderem Maße eleganter und komplizierter Kimono, welcher nur von Damen des japanischen Kaiserhauses getragen wurde. Wörtlich übersetzt bedeutet Jūnihitoe „zwölfschichtige Robe“. Die Jūnihitoe tauchte das
erste Mal im 10. Jahrhundert während Heian-Zeit auf. Die verschiedenen Schichten des Kleides sind aus Seide.
Die innerste Schicht besteht aus weißer Seide, gefolgt von anderen Schichten, welche verschiedene Namen haben und letztendlich durch eine abschließende Schicht bzw. einen Mantel bedeckt werden. Das Gesamtgewicht kann bis zu 20 kg betragen. Die Farben und die Zusammenstellung der einzelnen Schichten sind sehr wichtig. Außerdem haben die Farben poetische Namen, wie zum Beispiel „purpurrote Pflaume des Frühlings“. Die einzigen Stellen, an denen die verschiedenen Stoffschichten für den Betrachter sichtbar werden, sind am Kragen, an
den Ärmeln und manchmal auch am unteren Ende des Kleides. Die Komposition und die Farben der verschiedenen Stoffschichten sind gute Hinweisgeber für Außenstehende, denn sie verraten, welchen Geschmack und welchen Rang die
Dame hat. Abgesehen von ihren Roben, hatten sie äußerst langes Haar, welches manchmal auch nach hinten gebunden
wurde. Heute kann das Jūnihitoe nur noch in Museen oder Filmen betrachtet werden, denn es wird schon seit langem nicht mehr hergestellt. Diese Roben gelten als unbezahlbar und gehören zu den teuersten Kleidungsstücken in Japan.
Nur noch das japanische Kaiserhaus benutzt die Jūnihitoe für besondere Anlässe. Während der Hochzeit von
Prinzessin Masako mit dem Kronprinzen Naruhito hatte Masako ebenfalls einen Jūnihitoe getragen. Zudem fand die
Jūnihitoe auch von Kaiserin Michiko während der Inthronisation von Kaiser Akihito im Jahre 1990 Verwendung.
Ihre Hofdamen trugen allesamt auch die Jūnihitoe, jedoch in veränderter Form der Edo-Zeit, nicht im Heian-Stil.



Kimono

Kimono  ist ein traditionelles japanisches kaftanartiges Kleidungsstück, welches durch einen breiten Gürtel (Obi) zusammengehalten wird. Ursprünglich bezog sich das Wort Kimono auf alle Arten von Kleidungsstücken.
Der heutige Kimono nahm in der Heian-Zeit (794-1192) Gestalt an. Seitdem blieb die grundlegende Form des Kimono
sowohl für Männer als auch Frauen weitgehend unverändert. Eine T-förmige, geradlinige Robe, die bis zu den Knöcheln
reicht, ein Kragen sowie weite Ärmel. Wenn man die Arme waagerecht von sich streckt, fallen die Ärmel vom Handgelenk
bis etwa zur Hüfte (bei einigen Stilen können die Ärmel sogar fast den Boden berühren). Die Robe ist um den Körper
gewickelt, immer mit der linken Seite über die rechte. Zusammengehalten wird der Kimono von einem schärpenartigen
Gürtel, dem Obi. Er wird am Rücken geknotet. Die Kimono für Frauen sind im Wesentlichen von einer Größe. Sie werden geklemmt und gefaltet, um dem individuellen Körperbau gerecht zu werden. Heutzutage sind jedoch sowohl Kimono für
Männer als auch für Frauen vermehrt in verschiedenen Größen verfügbar. Sehr große oder schwer gebaute Menschen (beispielsweise Sumoringer) benötigen einen speziell zugeschnittenen Kimono. In der Vergangenheit wurden Kimono
komplett auseinandergenommen, damit man sie in Einzelteilen waschen konnte. Danach wurden die Teile wieder zusammengenäht. Moderne Waschmethoden und Stoffe haben dieses Vorgehen jedoch weitgehend überflüssig gemacht. Manchmal bringt man zur Lagerung mit weiten und lockeren Stichen rund um einen gefalteten
Kimono eine Heftnaht an. Dies verhindert das Entstehen von Falten oder eine Zerknitterung und hält gleichzeitig die verschiedenen Schichten des Kimono zusammen. Mit der Zeit gab es viele Variationen in Farbe, Stoff und Stil, ebenfalls
in den Accessoires wie dem Obi.



Hakama

Der oder das Hakama  ist Teil der traditionellen japanischen Oberbekleidung. Es ist ein um 1600 entwickeltes Beinkleid,
das über dem Keiko-Gi getragen wird und in zwei Varianten anzutreffen ist: mit geteilten Beinen wie ein Hosenrock, oder
ohne Teilung wie ein Rock, und wird heute gleichermaßen von Frauen wie Männern getragen. Seinen Ursprung hat das
Hakama als Beinschutz berittener Samurai der Edo-Periode gegen Sträucher und Gestrüpp. Bis zum Zweiten Weltkrieg
war es durchaus normal, in der Öffentlichkeit Männern in Hakama und Haori zu begegnen. Danach wählten immer mehr
Japaner westliche Kleidung für den Alltag. Heutzutage wird das Hakama fast ausschließlich als formale Bekleidung bei Zeremonien und Schreinbesuchen, beim traditionellen japanischen Tanz und von Künstlern (überwiegend ohne Beinteilung) sowie in verschiedenen Kampfkünsten (z. B. Aikido, Iaido, Kyudo oder Kendo) (mit Beinteilung) getragen.
In Kampfkunstkreisen werden die sieben Falten des Hakama gerne mit den sieben Tugenden der Samurai assoziiert.



Yukata

Ein Yukata (wörtlich: Badekleidung) ist ein traditionelles japanisches Kleidungsstück aus Baumwolle. Es dient vor allem als unkomplizierte, leichtere und alltäglichere Variante der Kimonos, indem es einfacher zu binden und weniger teuer ist.
Ein Yukata wird nach dem Baden in japanischen Hotels oder zu Sommerfesten, wie Feuerwerkfestivals, angezogen.
Häufig wird der Yukata auch als Schlafanzug benutzt.



Obi

Obi  ist der Gürtel, z.B. auch des Kimono. Im japanischen Kampfsport gehört er zu jedem Keikogi  und dient meist
funktional zum Zusammenhalten des Uwagi (Anzugjacke) und zum Halten des Hakama.
Im und im Kenjutsu dient er auch zum Tragen des Schwerts in der Scheide. Außerdem zeigt er in vielen Budō-Sportarten
den Fortschrittsgrad eines Kämpfers an.



Tabi

Tabi  sind knöchelhohe Socken mit abgeteiltem großem Zeh. Sie werden üblicherweise zu oder Geta getragen.
Üblich sind weiße Tabi; Männer tragen aber auch gelegentlich schwarze oder dunkelblaue. Es gibt auch gemusterte
und farbige Tabi. Diese sind allerdings selten. Es gibt heute auch Stretch-Versionen, die besonders eng am Fuß anliegen,
was in Japan als ästhetisch angesehen wird. Es gibt auch eine verstärkte Version der Tabi (jika-tabi wörtl. Tabi die den
Boden berühren), oft auch mit Gummibeschichtung an der Sohle, die ohne zusätzliche Sandalen oder Schuhe getragen
werden. Traditionell wird diese Art Tabi zum Beispiel von Bauarbeitern, Schreinern, Bauern oder Gärtnern getragen, da sie besseren Halt als Zori gewähren.



Zori

Zōri  sind traditionelle japanische Sandalen. Sie bestehen aus einer Sohle und zwei Riemen, die zwischen dem großen und
dem zweiten Zeh hindurchlaufen. Deshalb werden zu Zōri Socken mit abgeteiltem Zeh getragen, die Tabi.

Es gibt aus Reisstroh geflochtene, einfache bis grobe Zōri, die früher bei der alltäglichen Arbeit getragen wurden, sowie
eine eher auf elegante Wirkung bedachte Variante mit schmaler, hoher und mit Stoff (heute oft meist Plastik) bezogener
Sohle, die nur von Frauen getragen wird. Heute werden Zōri nur noch zu traditioneller Kleidung getragen oder zu Festen.




Geta (Schuhe)

Geta  bezeichnet japanische Holzschuhe die zusammen mit traditioneller Kleidung wie zum Beispiel dem Kimono
getragen werden. Typisch für Geta sind die hohen Sohlen, die in der japanischen Kultur, welche schon immer
Reinlichkeit als hohe Tugend ansah, in früherer Zeit den Fuß auf Distanz zum Unrat auf der Straße hielten.



Waraji

Waraji  sind japanische Sandalen, die aus verschiedenen dauerhaften Pflanzenfasern gefertigt werden (Hanf, Stängel von Myōga - eine Ingwer-Art, Zingiber mioga), Palmfasern, Baumwollschnüre, Reisstroh u. a.) Im alten Japan waren sie die Fußbekleidung der einfachen Leute. Im Laufe der Gekokujō-Periode, die von Bauernaufständen geprägt war, wurde das
Tragen von Waraji auch unter Samurai populärer – im gleichen Maße, wie sich auch der Kampf zu Fuß durchsetzte.
Heutzutage werden sie in erster Linie von traditionell orientierten buddhistischen Mönchen getragen. Traditionell tragen
sie die Japaner mit vorn überstehenden Zehen, d. h. nach europäischen Maßstäben zu kurz.
Die Waraji werden je nach Zweck auf verschiedene Art (zum Beispiel nakachi-nuki, yotsu-chigake und takano-gake)
gebunden. Ein Mönch bindet sie also anders, als ein Bauer oder ein Soldat oder ein Städter.


Zuletzt von Kirika am Mo 11 Jan 2016, 2:57 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

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Re: Traditionelle Bekleidung

Beitrag  testelse am So 10 Jan 2016, 3:37 pm

Auch hier kann ich nun meinen "Senf" aus eigener Erfahrung dazu geben. Mal davon ab, dass ich nun auch ein Kimono und Yukata besitze mit allem was dazu gehört. Nur die Schuhe (Geta) fehlen noch.

Kimono:
Zum Kimono kann ich noch etwas ins Detail gehen. Zum Einen gibt es drei Schichten, die man trägt. Die sogenante "Unterwäsche", dann einen dünnen Unterkimono und dann den Hauptkimono. Mit den Fachbegriffen kenne ich mich noch nicht so aus, da ich irgendwann bei den Erklärungen eine Reizüberflutung hatte. Gerade wenn man zwischen den Sprachen wechselt.
Auf jeden Fall wird der dünne Unterkimono mit zwei Gürtel, die einfach aus Stoffe sein können, gebunden. Einmal um die Hüfte rum, um die untere Länge für die Knöchelhöhe zu haben. Dann direkt unter der Brust, um den oberen Teil glatt und gerade zu bekommen.
Der Hauptkimono hat drei Gürtel. Das gleiche Prinzip wie bei dem Unterkimono mit den beiden Gürteln. Und dann den Obi als fünften Gürtel und der den Teil auch verdeckt.

Zu den Ärmellängen kann ich sagen, dass die hüftlangen Ärmel für verheiratete Frauen sind und die langen Ärmel bis zu den Beinen für unverheiratete Frauen.

Das dazu erstmal. Werde ich wenn jemand möchte, noch detailliert ausführen, da ich ja nun auch einen Kimono und ein Yukata habe und ihn auch benutzen werde. Soll ja nicht einstauben. :)
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Re: Traditionelle Bekleidung

Beitrag  Kirika am Mo 11 Jan 2016, 2:59 am

Ich hab das Bild gesehen Held  Sah gut aus !

Und nein ich bin nicht neidisch....  Bombe 1

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Re: Traditionelle Bekleidung

Beitrag  testelse am Mo 11 Jan 2016, 3:37 pm

Und warum trägst du dann eine Bombe in der Hand, wenn du nicht neidisch bist. Hab Angst


Waren gestern die Bilder bei mir nicht angezeigt? Oder sind die nun erst aktualisiert? Das Bild von den Schuhen ist glaub ich vertauscht. was?
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Re: Traditionelle Bekleidung

Beitrag  Kirika am Di 12 Jan 2016, 10:13 pm

Bombe 1  Och nur so... xD


Nein die Bilder hab ich noch mit eingefügt. Und was meinst du mit vertauscht ? o,O Pascht doch alles o,o

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Re: Traditionelle Bekleidung

Beitrag  testelse am Di 12 Jan 2016, 10:44 pm

Die Zori u Oder bin ich nur verwirrt?  nur verwirrt?

Edit: Was zum Henker steht da denn jetzt. Das stand da gestern noch nicht o_O
Ich meinte die Zori und Geta Schuhe.
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Re: Traditionelle Bekleidung

Beitrag  Kirika am Mi 20 Jan 2016, 10:51 am

Häää ? O,o Ich hab am Text nix geändert nur die Bilder eingefügt xD

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Re: Traditionelle Bekleidung

Beitrag  testelse am Mi 20 Jan 2016, 11:31 am

Ich beziehe mich auch nur auf die Bilder. Mehr nicht.
Meine Aussage ist auf meinen Text bezogen, was da für ein Buchstabenwirrwarr ist. Nicht aufgefallen? :D
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